… ein Blog?

Nun. Warum eigentlich ein Blog? Ich lese keine Blogs. Ich bin 29 Jahre alt, surfe täglich im Internet, aber habe noch nie einen Blog gelesen.

Warum also erstelle ich nun selber einen?

Manchmal treten Menschen in unser Leben, die uns verändern. Die einfach nur sie selbst sind und alleine durch ihre Existenz Dinge in uns wecken, die wir bis dato nicht wahrnahmen. Vor einer Weile traf ich einen solchen Menschen; ich sah ihn und mir war im ersten Moment klar, dass ich ihn mag. Ich weiß bis heute nicht, ob es demjenigen genauso ging, aber im Grunde ist es auch unerheblich. Wir stehen in Kontakt, wir tauschen uns aus und ich kann mit Fug und Recht behaupten, mich durch diese Person verändert zu haben. Eine der Veränderungen ist, dass ich mich mehr traue. Dass ich Dinge einfach tue, von denen ich denke „Warum eigentlich nicht?“.
So denke ich zum Beispiel seit Jahren darüber nach, dass ich gerne mal etwas schreiben würde; aber was? Ich habe nie mit jemandem darüber gesprochen, denn was soll man da sagen? „Hey, ich würde gerne mal was schreiben, aber ich weiß überhaupt nicht, was?“.

Nun kam dieser Mensch daher und kann mich einfach so lesen wie ein Buch. Eine gruselige, aber irgendwie auch schöne Vorstellung, dass so etwas möglich ist. Er stellte fest, dass ich schreiben sollte. Mhm. Eigentlich auch naheliegend, dass er mir einen Blog vorschlug – jeden Tag muss er sich anhören, was mir so durch den Kopf geht. Zu seinem Leidwesen geht mir eine Menge durch den Kopf; manchmal hört er mir nicht zu, aber das stört mich nicht – ich wiederhole mich gerne, solange ich nur loswerden kann, was ich gerade wieder für Gedanken habe. Schöne Gedanken. Unsinnige Gedanken. Tiefsinnige Gedanken. Gedanken eben. Sie wollen alle ausgesprochen werden. Seit einigen Tagen (oder sind es Wochen?) kommt nun immer wieder das Thema „Blog“ in unseren Gesprächen auf. Ginge es nach der besagten Person, würde es sogar ein Vlog – wir wollen aber nicht gleich übertreiben. Der Gedanke, mich wirklich einfach mal hinzusetzen und kundzutun, was mich bewegt, warum ich ich geworden bin, warum ich in den letzten Jahren zu der Person wurde, die ich nun bin und warum ich wohl noch lange nicht die Person bin, als die ich einmal sterben werde, lässt mich nicht mehr los; hier kommt also mein Blog.

Der Aufbau ist simpel – „warum eigentlich…“ steht bereits im Titel; jeder Beitrag wird eine Frage beantworten, die so beginnt. Sie alle beschäftigen sich mit Dingen, die zu meinem Leben gehören, schließlich geht es in diesem Blog darum, welche Facetten zu meiner Persönlichkeit gehören. Wer ich bin. Und seien wir mal ehrlich – wer kann schon aus dem Stegreif beantworten, wer er ist? Irgendwann entsteht vielleicht ein Bild von mir; vielleicht erkennt sich jemand wieder oder stellt fest, dass man zu oft Dinge ungetan lässt, die man eigentlich gern täte. Vielleicht interessiert es auch niemanden und meine Texte verlieren sich in den Weiten des Internets – wir werden es sehen.

Wenn du noch nicht das Interesse verloren hast, lies dir meinen zweiten Beitrag durch, sobald er erschienen ist; er behandelt die Entstehung des Blognamens und führt thematisch zu weiteren Beiträgen.

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6 Gedanken zu “… ein Blog?

  1. Der Anfang klingt schon mal sehr interessant. Toll, dass du von anfang an einen Plan und einen festen Aufbau hast. Als ich anfing, schrieb ich einfach wild drauf los 😀

    Willkommen unter den Bloggern und viel Spaß noch.

    LG Lexa

    Gefällt 1 Person

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