… Soja Koala kocht: Peanutbuttercups?

Willkommen zum ersten richtigen Rezept in meiner neuen Rubrik (selbige kündigte ich neulich an… https://sojakoala.wordpress.com/2016/10/07/zwei-beitraege-an-einem-tag/)!

Man kann es sich denken – es wird erdnusslastig. Peanutbuttercups sind unglaublich gehaltvoll, unglaublich lecker und, wenn man mit dem Agavendicksaft ausrutscht, auch unglaublich süß. Das Rezept reicht für ca. 25 Muffinpapierförmchen; man kann die Menge ein wenig beeinflussen, indem man verschwenderischer oder sparsamer mit der Schokolade umgeht, wenn man die Formen auskleidet.

Solltest du dazu neigen, einfach draufloszukochen, empfehle ich, das Rezept erst einmal ganz zu lesen; es enthält Kühlzeiten, die jeden Zeitplan durcheinander bringen, wenn sie einen überraschen!

Zunächst einmal gehen wir einkaufen.
Wir brauchen Schokolade. VIEL Schokolade. 800 Gramm, um genau zu sein. (Ich nehme gerne die ganz billige Zartbitterschokolade von Netto; die ist vegan und erstaunlich lecker für ihre 55 Cent.) Hinzu kommen 270 Gramm cremige Erdnussbutter, sechs bis acht Esslöffel Reisdrink (andere Pflanzenmilch geht auch, aber ich finde Reisdrink am leckersten und auch am passendsten für dieses Rezept) sowie 6 Esslöffel Agavendicksaft (geht bestimmt auch mit Zucker; Agavendicksaft süßt stärker, man müsste dann also die Menge etwas anpassen). Salz haben wir vermutlich alle zuhause; wenn nicht, müssen wir das nun ändern. Wer mag, besorgt sich ausserdem noch einen halben bis ganzen Teelöffel Bourbonvanillepulver – ich habe es schon öfter vergessen und fand die Cups nichtsdestotrotz toll.
Damit unsere Meisterwerke später hübsch anzusehen sind, kann man Deko der Wahl kaufen; gehackte Erdnüsse passen natürlich geschmacklich, ansonsten bietet sich aber auch Zuckerdekor an. Für die Cups auf dem Titelbild verwendete ich Herzen und Nonpareilles von Biovegan.

Zurück in der Küche empfiehlt es sich, als Erstes Platz im Kühlschrank zu machen. Die 25 Muffinförmchen müssen auf irgendetwas stehen (ich nehme immer zwei Schneidebrettchen, die ich dann im Kühlschrank stapel – das hält!). Hat man Platz geschaffen und bei der Gelegenheit gleich mal ein paar verdorbene Lebensmittel entsorgt, kann man die Muffinförmchen auf den soeben erwähnten Brettchen ausbreiten.

peanutbuttercups-5

Nun schnappen wir uns einen Topf und wiegen darin 240 bis 250 Gramm Schokolade ab. Ich breche sie immer schon in der Verpackung in die vorgestanzten Stücke, dann fällt alles schön unbröselnd raus. Die Schokolade unter Rühren auf kleiner Hitze schmelzen lassen (wer den Kram mit der Vanille machen will, füge sie an dieser Stelle hinzu); wenn sie schon fast komplett geschmolzen ist, ruhig die Hitze ausstellen und den Topf auf dem Herd lassen – jetzt können wir beginnen, die Schokolade in die Formen zu füllen; zwischendurch immer mal wieder umrühren.
Nach mehreren Fehlversuchen stellte ich fest, dass es für mich am leichtesten ist, wenn ich mit einem Teelöffel einen großen Klecks Schokolade auf den Förmchenboden gebe und dann mit besagtem Löffel einen Rand entlang der Form ziehe; der Rand muss nicht hoch sein, ein halber bis ganzer Zentimeter reicht. Ist dann zu wenig Schokolade in der Form verblieben, um den Boden zu bedecken, einfach noch ein wenig nachfüllen und auf dem Boden verteilen. Ist das erste Brettchen abgearbeitet, kann das schonmal in den Kühlschrank wandern.
Hat man dann das zweite Brettchen ebenfalls fertig, sind die Cups auf dem ersten für gewöhnlich schon so hart, dass man nun das zweite Brettchen bedenkenlos auf dem ersten abstellen kann.

Die nächsten vierzig Minuten kann man sich entweder ausruhen oder schonmal die Füllung vorbereiten.
Für selbige verrühren wir die Erdnussbutter mit dem Reisdrink (erstmal nur vier Esslöffel zugeben und dann ggf. mehr hinzufügen, um eine cremigere Konsistenz zu erreichen), dem Agavendicksaft (zunächst maximal fünf Esslöffel und dann abschmecken; das zieht einem sonst die Schuhe aus!) und einem halben bis dreiviertel Teelöffel Salz. Wer auch nur ansatzweise so langsam arbeitet wie ich – wenn ich sowas mache, nehme ich mir entsprechend Zeit und habe Spaß daran, das ganz in Ruhe zu machen – hat dann die vierzig Minuten rum und kann die bereits gegossenen Formen aus dem Kühlschrank holen, um sie mit der Füllung zu füllen.
In jede Form kommt ein Teelöffel der Füllung; man glaubt es kaum, aber seine Finger zu benutzen, um die Füllung etwas zu glätten, hilft ungemein! Was wir essen wollen, können wir ruhig auch anfassen, ohne uns zu ekeln. Das Ergebnis sollte in etwa aussehen wie auf dem folgenden Bild.

peanutbuttercups-2

Wenn dir jetzt schon vom Probieren der Füllung etwas schlecht ist, hast du alles richtig gemacht!
Wir nehmen die restliche Schokolade und schmelzen sie; ausserdem stellen wir schonmal unsere Deko bereit; die muss drauf, solange die Schokolade noch feucht ist.
Die geschmolzene Schokolade so auf den Schoko – Erdnuss – Häufchen verteilen, dass ein geschlossener Rand inklusive geschlossener Decke entsteht. Bei meinen ersten Cups versuchte ich noch, das alles ganz glatt zu streichen, mittlerweile lasse ich das; es darf ruhig selbstgemacht aussehen und die Schokolade verteilt sich auch noch etwas von selbst. Ich fülle immer drei bis vier Cups und dekoriere diese dann; so kann die Schokolade schon minimal anziehen, ist aber noch nicht zu fest, um die Deko zu halten. Ist das erste Brettchen fertig, kommt es wieder in den Kühlschrank, damit wir dann das zweite fertige darauf stapeln können.

Nun heißt es warten – um richtig fest zu werden, sollten die Cups zwei, drei Stunden im Kühlschrank bleiben.

Nächsten Sonntag heißt es wieder „Soja Koala kocht“; vermutlich wird es dann etwas Herzhaftes; süße Speisen mache ich eher selten. Morgen kommt ausserdem regulär der neue Beitrag!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s