… NW/SO – die finale Haarwäsche?

Wer schon länger mitliest, weiß es – vor einer Weile kündigte ich an, mehrere Wochen lang meine Haare nicht mehr durch Waschen, sondern Bürsten zu pflegen. Heute fällt der Startschuss für dieses Projekt, das ich jeden Freitag dokumentieren werde.

Wer den ursprünglichen Beitrag verpasst hat, aber gerne im Bilde wäre, der schaue hier: https://sojakoala.wordpress.com/2016/09/23/nwso/.

Es ist so weit – ich habe meine Haare das letzte Mal für lange Zeit gewaschen. Frühestens am 25. November wasche ich sie wieder; das ist der letzte Freitag meines Urlaubs. Sollten sie dann zu schlimm aussehen, so dass ich es einfach nicht mehr aushalte, beende ich NW/SO. Gefallen mir die Haare dann noch, mache ich weiter.

Zur Vorbereitung auf das Projekt bekamen meine Haare nun schon eine Weile nur noch sehr wenige Wäschen; in den letzten 35 Tagen drei, um genau zu sein. Dazwischen durften sie immer fleissig fetten, um schonmal zu lernen, dass wir (mein Körper und ich) nicht so viel Sebum brauchen.
Dienstag kam meine Sisalbürste an, so dass ich schonmal üben konnte, zu bürsten. Nachdem ich das erste Mal vierzig Minuten gebürstet hatte – Strähne für Strähne, über Kopf, zur Seite, nach hinten, also wirklich exzessiv – ließ ich sie einfach erstmal offen, weil sich dann angeblich das Sebum von selbst in den Längen verteilen soll.
Als ich mich nach zwei Stunden sehr skeptisch dem Spiegel näherte, war ich überrascht, dass das wirklich geklappt hatte. Meine Haare waren vollständig durchzogen von Sebum und waren sehr locker und luftig. Frisch gebürstet fühlten sie sich wie ein Fetthelm an, doch als die zwei Stunden rum waren, war das Gefühl sehr angenehm.
Mittwoch und Donnerstag bürstete ich jeweils morgens und abends eine viertel Stunde und ließ die Haare dann auf dem Weg zur Arbeit bzw. beim Fernsehen offen; sie wurden mit jedem Mal weniger schwer und waren gerade, vor der letzten Wäsche, schon sehr weich und optisch deutlich unfettiger als Dienstag.
In diesen vergangenen Tage stellte ich fest, dass etwaige Gerüche durch das offen Tragen sehr schnell aus dem Haar verschwinden.

Die letzte Wäsche vor der waschfreien Phase war wohl die aufwändigste Haarwäsche, die ich je vollzogen habe. Wie bereits im ursprünglichen NW/SO – Beitrag beschrieben, führte ich zunächst eine Natronwäsche durch, auf die dann eine saure Rinse folgte.
Als ich danach in den Spiegel schaute, war die Überraschung groß. Meine Lockenerbanlagen kamen plötzlich durch und ich hatte enge Wellen. Das hatte ich zuletzt nach meiner Chemotherapie, fand es aber durchaus gut und war sehr gespannt auf den trockenen Zustand der Haare.
Trocken waren die Wellen wieder weg, dafür waren die Haare sehr schön anzusehen – und fassen. Sehr weich und voll; es fühlte sich an, als sei noch Sebum drin, was ich insofern gut finde, als dass Natronwäschen auch bewirken können, dass das Haar austrocknet und dann umso schneller wieder fettet.
Mal sehen, ob sich meine Haare nun wellen, wenn ich in einer feuchten Umgebung bin und wie schnell sie nun wieder richtig fetten.

Die Haptik war nass nicht ungewohnt; meine Haaren waren schon immer strohig, wenn ich sie gewaschen habe, das war auch nach dieser Wäsche nicht anders.

 

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Links 250 ml Natronwasser, rechts ein Liter Zitronenrinse. Ich habe noch nie so liebevoll meine Haarwäsche vorbereitet wie heute!

 

Nun, ich bin gespannt, wie sich meine Haare die nächsten Wochen entwickeln – Freitag gibt es das erste Update; unabhängig davon erscheint Sonntag das nächste Rezept und  Dienstag ein weiterer Beitrag.

Anbei noch Fotos davon, wie die Haare heute vor und nach der Wäsche aussahen.

 

haarvergleich
Links nach dem letzten Bürsten heute Abend, in der Mitte nass, rechts frisch getrocknet nach der Wäsche.
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3 Gedanken zu “… NW/SO – die finale Haarwäsche?

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