… Dankeschön?

Danke ist so ein Wort, das wir gerne mal vernachlässigen. Heute ändern wir das.

Ich bin generell ein großer Fan davon, sich für Dinge zu bedanken, statt sie einfach hinzunehmen oder gar als selbstverständlich anzusehen. Daraus resultierend fange ich einfach mal an: Dankeschön!

Danke für mehr als 10.000 Aufrufe in zwei Monaten!
Als ich das letzte Mal meine Aufrufzahlen veröffentlichte, war der Blog gerade eine Woche alt; nun sind fast genau zwei Monate seit diesem Tag vergangen – freute ich mich „damals“ über 1700 Aufrufe, so kann ich mich nun über 10.300 Aufrufe freuen.
Ich habe keine Ahnung, ob das nun gut oder schlecht für einen Blog ist, aber für mich persönlich ist es der Wahnsinn. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Beiträge so oft gelesen werden und bin hin und weg davon, wie oft ihr meine Seite anklickt!

Viel toller als irgendwelche Zahlen sind jedoch die positiven Zuschriften, die ich von Zeit zu Zeit erhalte; wenn mir jemand schreibt, dass ich toll schreibe und weitermachen soll, freut mich das ungemein! Manchmal bekomme ich sogar Nachrichten, in denen sich Menschen bei mir dafür bedanken, dass ich diesen Blog schreibe. Diesen Dank kann ich nur zurückgeben, denn ohne euch wäre das hier ziemlich sinnfrei.

Diese überraschenden Dankesnachrichten enthalten die Art von „Dankeschön“, die ich besonders mag – unerwarteten Dank.
Ist euch schon einmal aufgefallen, wie sehr man sich darüber freut, wenn man plötzlich Dank erhält an einer Stelle, an der man es nicht erwartete? Manchmal bedanken sich Leute einfach so für etwas, was für uns vollkommen selbstverständlich ist; passiert mir das, freue ich mich da noch stundenlang drüber.

„Danke“ gehört, wie „Ich liebe dich“ (dazu schrieb ich auch schonmal… https://sojakoala.wordpress.com/2016/09/20/einfach-mal-ich-liebe-dich-sagen/), zu den Phrasen, die wir oft vollkommen sinnentleert nutzen. Gerne rotzen wir es einfach so dahin, ohne es wirklich so zu meinen. Ich liebe es, wenn jemand wirklich ernsthaft „Danke“ sagt und es auch so klingt, als meine er es so! Wenn ich mich richtig bedanke, sage ich auch nicht nur ein Wort, sondern betone noch in irgendeiner Form meinen Dank, damit klar wird, dass ich es wirklich so meine und nicht einfach gedankenlos vor mich hin plapper. Ich finde sehr wichtig, dass wir uns ordentlich und aufrichtig bedanken; es ist in meinen Augen ein Zeichen großer Wertschätzung.

Weil mich selber stört, wenn ich für etwas, das vielleicht selbstverständlich wirkt, für mich aber durchaus eine Form von Aufwand oder Überwindung bedeutet, kein „Dankeschön“ höre, achte ich darauf, mich auch für Kleinigkeiten zu bedanken. Ist jemand so nett und wünscht mir Gesundheit, obwohl er im Bus drei Reihen hinter mir sitzt, dann drehe ich mich um, lächel, und bedanke mich. Hält mir jemand beiläufig im Gehen die Tür auf, bedanke ich mich, denn eventuell lässt derjenige es nur beiläufig aussehen, um nicht zu wirken, als heische er um Aufmerksamkeit – Höflichkeit wird schließlich in unserer Gesellschaft gerne mal negativ interpretiert (vollkommen bekloppt, wenn ihr mich fragt). Wer höflich ist, will nur allen Anderen zeigen, wie unhöflich SIE sind!

Etwas, worauf man ruhig auch mal mit einem schlichten, aber ehrlichen „Danke“ reagieren kann, sind Komplimente. Selbige anzunehmen fällt vielen Menschen schwer; oft weiß man nicht, was man sagen soll. Warum nicht einfach dieses simple Wort, das, wenn es wirklich so gemeint ist, sehr viel aussagt? Wenn man sich über ein Kompliment freut, kann man doch ruhig strahlen und „Dankeschön“ sagen.
Ich tat das erst heute, als mir eine Patientin ein Kompliment machte; vollkommen unerwartet übrigens. Ich musste ihr während der Bestrahlung ein Atemkommando geben und als sie anschließend wieder in die Kabine ging, sagte sie zum Abschied, meine Stimme sei sehr schön; so beruhigend. Ich konnte gar nicht anders, als loszustrahlen und mich zu bedanken. Ich kenne Menschen, die da einfach gar nichts gesagt hätten, obwohl es eine wirklich tolle, liebe Aussage war.

Ich finde, wir sollten uns öfter inbrünstig bedanken. Demjenigen, bei dem wir uns bedanken, zeigen, dass er gemeint ist. Zeigen, dass wir seine Bemühung wahrnehmen und wertschätzen. Einfach mal Dank sagen für Dinge, die wir sonst als üblich ansehen.
Bei unserem nächsten Einkauf sollten wir einfach mal richtig fröhlich dankend auf das „Schönen Tag“ des Kassierers reagieren; vielleicht macht es ihm dann beim nächsten Kunden etwas mehr Spaß und er sagt es nicht mehr einfach so dahin.

Ein Ort, an dem manche Menschen Danksagen, ist die Kirche – nächsten Mal reden wir daher mal über Religion!
Dienstag ist es soweit; morgen kommt schließlich schon das nächste Haarupdate und Sonntag ein weiteres Rezept.

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