… NW/SO – your body is a wonderland?

So. Die erste Woche NW/SO ist rum. Ich bin fasziniert.

Wie ich schon in meinen zwei, drei Tagen Probebürsten feststellte (das erwähnte ich im letzten Beitrag zum Projekt: https://sojakoala.wordpress.com/2016/10/14/nwso-die-finale-haarwaesche/), verteilt sich das Sebum wirklich ganz wunderbar, wenn man fleissig bürstet.

Meine aktuelle Haarpflege sieht folgendermaßen aus: Ich stehe morgens auf, bürste meine Haare eine viertel Stunde und lasse sie dann offen. Komme ich bei der Arbeit an, so ca. 45 Minuten später, entscheide ich spontan, ob sie nach einem Mal Durchkämmen offen tragbar sind oder nicht; das variiert und hängt durchaus auch mit meiner Tagesform zusammen; was ich gestern akzeptabel gefunden hätte, muss heute nicht passen.
Komme ich wieder zuhause an, öffne ich die Haare, kratze kopfüber meine Kopfhaut, bis ich das Gefühl habe, den ganzen Kopf bearbeitet zu haben (Kratzen fühlt sich total toll an, übrigens!), bürste einmal kurz kopfüber und binde sie dann wieder locker zusammen.
Ursprünglich war der Plan, zuhause mit offenen Haaren rumzulaufen, jedoch stehe ich dann vor einem Problem, das wohl jeder Katzenbesitzer nachvollziehen kann; sobald ich die Wohnung verlasse, rieche ich, dass meine Haare nach Katze riechen. Das kannte ich vorher nur von meinen Klamotten, wenn die zu lange in einem Raum, den die Katzen benutzen dürfen, lagen; meine offenen Sebumhaare nehmen den Geruch offenbar auch sehr gerne auf, also werden sie nicht den ganzen Nachmittag und Abend offen getragen.
Der Katzengeruch ist auch da, wenn die Haare zusammengebunden waren, verschwindet jedoch deutlich schneller, wenn ich nicht den halben Tag mit offenen Haaren in der Nähe der Katzen war. Nach zehn Minuten ausserhalb der Wohnung riecht man nichts mehr.

Anstatt die Haare nach Feierabend offen zu tragen, bürste ich sie also nun direkt vor dem Schlafen gehen noch einmal eine viertel Stunde. Über Nacht lasse ich sie offen – und da kommen wir zum Titel des heutigen Beitrags.
Unser Körper kann ganz verrückte Dinge. Nicht nur, dass er in der Lage ist, Wunden zu heilen, Haut zu pflegen, den Wärmehaushalt zu regulieren und totes Material über Haare und Nägel abzugeben; nein, er kann auch ganz toll seine Haare pflegen.
Stehe ich morgens auf, sind meine Haare ganz wunderbar leicht. Sie fallen locker und riechen total toll nach Haar. Bürste ich sie dann und lasse sie etwas offen hängen, reicht es oft, einmal durchzukämmen, um sie dann weiter offen tragen zu können. Zu Haarwaschzeiten war es jeden Morgen ein Kampf, wie die Haare lagen; jetzt fallen sie einfach ganz natürlich entlang ihrer Wuchsrichtung.

Dass meine Haare die 35 Tage vor Projektstart schon fetten durften, hat meiner Meinung nach geholfen; sie produzieren täglich eine akzeptable Menge Sebum, statt so viel, dass ich es ab und zu mit einem trockenen Waschlappen abnehmen muss, wie ich schon geplant hatte.

Das letzte Wochenende war sehr praktisch, um gleich mal zu testen, wie sich Sebum und Haare in verschiedenen Situationen verhalten. Ich war bei meinen Eltern im Sauerland; sie haben eine Infrarotkabine, die man so hoch einstellen kann, dass man meint, man säße in einer Sauna. Weil ich die Kabine liebe (sie lockert unglaublich toll die Muskeln) und meine Haare mich derzeit so beschäftigen, kombinierte ich Entspannung und Haarprojekt.
Angeblich verteilt sich warmes Sebum besser – klar, ist ja Fett. Ich bürstete also meine Haare vor dem Betreten der Kabine und ließ sie dann offen. Unfassbar, wie gut das Sebum hinterher verteilt und eingezogen war! Die Haare fühlten sich so luftig an, wie sie es jetzt morgens tun.
Ausserdem konnte ich herausfinden, wie schlimm Gerüche sind (abgesehen vom Katzengeruch, da weiß ich ja schon, dass der schnell verschwindet). Ich half bei einer Veranstaltung, bei der wir den ganzen Tag vom Nachbarstand durch Souvlakirauch erfreut wurden; das war abends wirklich abartig, wie die Haare rochen – kennt man ja. Ich hatte Sorge, der Geruch ginge nicht raus, doch nachdem ich gebürstet hatte, war alles gut. Sie rochen einfach wieder nach Haar.

Dieses Wochenende traue ich mich eventuell mit offenen Haaren zu einer Veranstaltung mit fremden Menschen; das hängt davon ab, wie sie denn bis Sonntag so aussehen, vielleicht sind sie dann doch mal todesfettig.
Bislang freue ich mich über den Verlauf des Projekts; die Haare riechen so schön, glänzen und ich komme öfter an die frische Luft als vorher – ich lüfte jetzt nämlich gerne auf dem Balkon, weil UV – Licht angeblich Bakterien auf der Kopfhaut tötet, die sonst riechen könnten. Die Bauarbeiter nebenan halten mich bestimmt für bekloppt, weil ich bei mäßigen Temperaturen draussen sitze.

Die ursprünglich hier existenten Fotos habe ich leider mal aus Versehen gelöscht; mittlerweile gibt es allerdings gefühlt tausend aktuellere!

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3 Gedanken zu “… NW/SO – your body is a wonderland?

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