… NW/SO – Alles im Fett?

Tag 21 ist erreicht!
Die letzten drei Wochen vergingen wie im Fluge und es kommt mir vor, als hätte ich gestern zuletzt meine Haare gewaschen. 

Diese Woche wurden meine Haare (endlich!) doch mal fettiger. Immer noch nicht schlimm; mitnichten so, dass ich heute sagen würde „Wow, das sieht abartig aus.“, aber doch merklich fettiger als zuvor. Dafür lässt sich aber auch das Sebum mittlerweile besser verteilen.
Ungebürstet und noch leicht verschlafen sieht das morgens so aus:

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Letzten Samstag überkam mich die Unternehmungslust; ich wollte abends spontan feiern gehen. Das ich es nicht mag, abends mit zusammengebundenen Haaren wegzugehen, der Ansatz aber auch nicht konstant genug unfettig bleibt, um mit offenen Haaren eine Nacht durchzumachen, entschied ich mich für meine Mütze. In meinem Stammlokal ist das kein Problem; solange man da nicht zu farbenfroh bekleidet auftaucht, guckt einen niemand schräg an.
Ich traf einige Bekannte und Freunde, die entweder meinen Blog lesen oder von Erzählungen wussten, dass ich meine Haare nicht mehr wasche – keiner fand sie übermäßig fettig oder gar stinkend; die einzige, die befremdet reagierte, war eine fremde Frau, die mitbekam, wie mein bester Freund an meinen Haaren roch. Weil ich coole Freunde habe, musste ich nicht alleine gegen ihren Ekel anerklären, wie sich die Haare selbst pflegen können. Im Gegenteil – weil einer der Umstehenden seinen Körper schon lange nur noch mit Wasser wäscht, landeten wir im schönsten Ökogespräch!
Am nächsten Morgen stanken meine Haare wirklich schrecklich nach Party. Alkohol, Rauch, Schweiß. Was da eben so zusammenkommt. Nach einer halben Stunde bürsten war es jedoch wieder komplett geruchsfrei. Obwohl ich schon weiß, dass Gerüche durch das Bürsten verschwinden, war ich überrascht, dass es auch mit diesem intensiven Geruch so gut ging.

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Beim Warten auf den Bus kann man sich schonmal fotografieren! Die Haare waren da nur einmal kurz durchgebürstet, bevor die Mütze drauf kam.

Den Rest der Woche verbrachte ich wieder damit, fröhlich vor mich hin zu bürsten; die Faulheit der Vorwoche ist verschwunden. Die Haare waren nun zwischendurch so fettig, dass ich morgens immer kurz mit einem trockenen Waschlappen drüber ging. Sie fühlen sich dann wieder super weich an und sind nach wie vor ganz luftig. Regelrecht fluffig!
Auch mein Babyhaar wächst weiter; mittlerweile fühlt sich mein Ansatz richtig dicht und weich an und ich sehe sogar schon beim einfachen Blick in den Spiegel eine Veränderung meiner Haarlinie.
Hier einmal meine frisch gebürsteten Haare aus allen Richtungen:

Wenn ich bei der Arbeit ankomme, lockere ich nach wie vor die Haare über Kopf auf und binde sie dann zusammen.
Gestern fragte ich einen Kollegen, der mich lange nicht sah, ob meine Haare fettig aussähen; seine Antwort: „Höchstens nach nicht frisch gewaschen.“ Wunderbar, besser könnte es doch kaum sein zum jetzigen Zeitpunkt! Als ich erzählte, weshalb ich frage, erfuhr ich, dass er seit einer Weile seine Haare nur noch einmal die Woche mit Alepposeife wäscht; schon das zweite spontane Alternativgespräch in dieser Woche. SO macht`s möglich.
So sieht das aktuell direkt vor und dann bei der Arbeit aus:

Während ich jahrelang meine Naturhaarfarbe nicht mochte, gefällt sie mir derzeit übrigens erstaunlich gut. Ich fand sie immer langweilig und nicht zu mir passend, aktuell mag ich sie jedoch richtig gern. Live glänzen meine Haare jetzt aber auch so schön in unterschiedlichen Nuancen, vielleicht liegt es daran. Mal sehen, ob ich mich durch das Projekt vom Haare färben löse; zuletzt hatte ich meine Naturhaarfarbe in der Pubertät.

Wenn ich nach Hause komme, öffne ich die Haare weiterhin kurz, um sie etwas aufzulockern und die Kopfhaut kopfüber anzuregen. Dieses Mal bürstete ich im Anschluss und wickelte sie noch einmal in ein warmes Handtuch ein, um das Sebum besser einziehen zu lassen. Danach sind sie immer besonders luftig.

Schauen wir mal, wie es nächste Woche aussieht; die zweite Hälfte des Experiments fängt bereits an!

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10 Gedanken zu “… NW/SO – Alles im Fett?

  1. Wirklich klasse, dass du dich so etwas traust. Ich wasche meine Haare nur jeden zweiten Tag und fühle mich nach dem dritten Tag schon unwohl 😀 aber meine Haare sehen nach so kurzer Zeit tatsächlich auch schon fettig aus am Ansatz…
    Ich bin gespannt, wie die nächsten Wochen laufen werden! 🙂

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    1. Meine Haaren waren nach dem Pille Absetzen auch am zweiten Tag schon schrecklich fettig, nur deshalb kam ich ja überhaupt auf dieses Projekt. Ich fand ständiges Waschen viel schlimmer als diese Fettphase jetzt.

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  2. Wow, ich werde ja schon schräg angeschaut, wenn ich erzähle, dass ich meine Haare 2x pro Woche wasche. Mein Ziel ist es sie auf 1x pro Woche zu ziehen. Weil ich einfach merke, dass es für meine Haare besser ist. Aber das hier hat ja ganz andere Dimensionen! Erstaunlich!

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    1. Diese Blicke kenne ich. Die ändern sich aber nicht wirklich, wenn man erstmal über einmal pro Woche hinaus ist. Wer mich kennt, weiß aber auch ganz einfach, dass ich mitnichten ungepflegt bin und reagiert entsprechend auch nicht angeekelt. Ich denke, man muss da einfach überlegen, wessen Meinung einem wichtig ist und wessen nicht.

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  3. Ich bin fasziniert 🙂 Habe noch nie mitbekommen, dass sich jemand sowas getraut hat – vor allem, dass du es so lang durchhältst.
    Wie lange willst du das machen?
    Und was versprichst du dir daraus? (Habe den Beitrag gelesen, in dem du geschrieben hast, dass du sie durch bürsten statt durch waschen pflegen willst – aber gibt’s da irgend ne „Grundlage“ für die These?) 🙂

    Liebe Grüße, Kerstin

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    1. Hallo Kerstin!
      Ich bin darauf in der Facebookgruppe „Leben ohne Shampoo“ gestoßen; dort gibt es Menschen, die teilweise schon jahrelang ihre Haare nur noch durch Bürsten pflegen; alleine wäre ich wohl auch nicht auf die Idee gekommen! Ich mache es erstmal bis zum 25.11., dann ist mein Urlaub zu Ende. Sind meine Haare dann schön, mache ich weiter, sind sie einfach nur noch ekelhaft, wasche ich sie.
      Im Idealfall wasche ich meine Haare nie mehr oder nur noch sehr, sehr selten. Ich bin generell gerade in einer Phase, in der ich meinem Körper wieder beibringen will, sich selbst zu pflegen und regulieren; es fing mit migränebedingtem Pille absetzen an (dazu gibt es auch einen Ursprungsbeitrag und hin und wieder Updates, falls es dich interessiert) und führte mich bislang zu diesem Haarprojekt und der Reduzierung von Kosmetik im Allgemeinen.
      Liebe Grüße
      Silja

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  4. Hut ab, bis zum „Nichtwaschen“ bin ich noch nicht gekommen. Wasche mir aber seit einigen Jahren konsequent die Haare nur mit Shampoo-Seife vom Seifenmacher. Der Unterschied ist gravierend. Keine hängenden Haare mehr, nicht mehr aller zwei Tage fettig. Echt krass. Meine Haare wachsen plötzlich wie verrückt und sind auch viel gesünder und kräftiger geworden. Ich denke, den Shampoo-Dreck braucht kein Mensch.

    Wie hat eigentlich Dein Umfeld reagiert? Ist denen das überhaupt aufgefallen? Gab es einen Zeitpunkt, wo du gedacht hast, bis hier her und nicht weiter? Ich werde das auf jeden Fall demnächst auch versuchen.

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    1. Diejenigen, die Bescheid wissen, sind recht interessiert und aufgeschlossen. Bisher hat noch niemand gesagt, dass ich ekelig aussehe. 😀
      Da die Haare so weit noch nicht abartig sind, erreichte ich noch keinen Verzweiflungspunkt.

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