… NW/SO – Ich bin eine Katze?

Schwupp! Gefühlt wusch ich gestern zuletzt meine Haare, dabei ist heute Tag 42 ohne Haare waschen. Mein sechswöchiges Experiment, zu dessen Beginn ich aussah wie auf dem Titelbild, ist somit offiziell beendet.

Als ich vor sechs Wochen anfing mit meinem Projekt, dachte ich, dass ich mich extrem vor mir selbst ekeln würde. Ich erwartete, Haare waschen zu vermissen und das Gefühl von Wasser und Seife auf dem Kopf haben zu wollen.
Nichts dergleichen geschah. Meine Haare wurden, wie man hier auch nachlesen kann, von Woche zu Woche besser. Mein Babyhaar wird immer dichter und fühlt sich mittlerweile richtig flauschig an.

Streiche ich über mein Haar, habe ich das Gefühl, eine meiner Katzen zu streicheln, weil meine Haare so weich geworden sind; das Sebum zieht toll ein und fühlt sich wunderbar an. Ich habe auch den Eindruck, dass meine Haare nicht mehr so lange brauchen, um unliebsame Gerüche wieder loszuwerden. Entweder lüfte ich sie einfach, wenn sie nach irgendetwas riechen, oder bürste zwanzig Minuten – danach riechen sie schön frisch. Mittwoch roch ein Freund, dessen beste Freundin gerne wissen wollte, ob mein Haar riecht, an mir und bewertete es als „neutral“.

Meine frisch gebürsteten Haare kleben nicht mehr so schlimm am Kopf, wie sie es anfangs taten; zu Beginn des Experiments hatte ich nach dem Bürsten immer das Gefühl eines Fetthelms, doch das ist nun vollständig verschwunden. Sie sehen dann zwar fettig aus, fühlen sich aber sehr angenehm an und liegen nicht mehr so schrecklich.

 

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Ja, diese Woche trage ich einen neckischen Fuchsoverall!

 

Auch die Zeit, bis das Sebum weitestgehend eingezogen ist, ist nicht mehr so lang. Aktuell kann ich nach ungefähr einer halben Stunde meine Haare kopfüber aufschütteln, damit sie wie im folgenden Bild aussehen.

 

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Ich habe ausserdem den Eindruck, dass meine Haare unfassbar schnell wachsen. Vor wenigen Wochen schnitt ich die Spitzen ab und nun sind sie beinahe wieder so lang wie damals. Hinzu kommt das bereits erwähnte Babyhaar; das wird nicht nur dichter, sondern auch länger.
Je länger ich meine Haare bürste, desto besser weiß ich, wie ich sie so bürsten kann, dass sie schön liegen. Meinen Hinterkopfwirbel kann ich, wenn ich mir die zwei, drei Minuten Zeit nehme, mittlerweile so bürsten, dass er besser aussieht als zu Haarwaschzeiten. Auch meinen Ansatz kann ich so bürsten, dass die Haare nicht mehr großartig fettig wirken, sondern eher, als sei ich durch den Wind gelaufen. Ich mache das gerne, wenn ich die Längen geflochten habe, da meine Haare dann immer sehr streng aussehen. Sorge ich dann nicht für den „Windlook“, sehen sie genauso doof strähnig aus wie zu Haarwaschzeiten; feines Haar möchte einfach nicht voll aussehen.

 

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Dieses ist das aktuellste Foto – frisch heute Morgen entstanden.

 

Meine Haare wirken mittlerweile jedoch auch nicht mehr so fein, wie sie es jahrelang taten. Schon beim Bürsten merke ich, dass sie sich deutlich voller und angenehm satt anfühlen und auch, wenn ich sie einfach so zwischendurch anfasse, wirken sie voller als vorher. Das mag daran liegen, dass da mehr Haare sind. Bereits, wenn ich morgens aufstehe, finde ich meine Haare schöner als die letzten Jahre; hier ein Foto von heute Morgen.

 

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Auch einige Stunden nach dem Aufstehen, wenn die Haare noch darauf warten, wieder geflochten zu werden – das mache ich zur Zeit wirklich sehr gerne, wenn ich raus gehe – gefallen sie mir; ganz glatt trug ich sie nie, sondern immer etwas durcheinander. Früher brauchte ich dafür jedoch Unmengen an Haarspray, während ich das nun seit Wochen nicht mehr angerührt habe; meine Sebumhaare halten einfach so, ganz ohne Hilfsmittel!

Da ich nun mein gestecktes Ziel erreicht habe, stellt sich die Frage, wie es weitergeht – waschen oder nicht waschen?
Wenn ich mir vorstelle, die Haare zu waschen, werde ich ehrlich gesagt etwas traurig. Sie fühlen sich so schön an und wachsen toll; es wäre doof, jetzt aufzuhören und sie wieder zu beschädigen. Sie sollen weiter wachsen und noch besser den Fetthaushalt regulieren lernen!
Die logische Konsequenz ist also, dass ich weitermache. Mein nächstes Ziel ist der Freitag vor Weihnachten; mal sehen, wie sie sich bis dahin entwickeln! Es gibt natürlich weiterhin jeden Freitag ein Update zu lesen; offenbar stößt das Thema auf größeres Interesse, als ich erwartet hatte.

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6 Gedanken zu “… NW/SO – Ich bin eine Katze?

  1. Okay, also das ist wirklich interessant. Ich muss sagen, dass es mich etwas ekelt meine Haare solange nicht zu waschen. Juckt das nicht?
    Aber für 42 Tage ohne Waschen sehen deine Haare tatsächlich eigentlich frisch aus. Überhaupt nicht, wie ich mir das vorgestellt hätte. Das verblüfft mich schon sehr. Ich bin mir auch sicher, dass das viele Haare waschen, welches wir betreiben, nicht gesund sein kann. Aber gar nicht mehr zu waschen, kann ich mir auch nicht vorstellen.
    Dein Experiment finde ich super und ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird 🙂
    Liebe Grüße. Dorie
    http://www.thedorie.com

    Gefällt 2 Personen

    1. Nee, juckt wider Erwarten nicht. Ich reinige die Kopfhaut aber auch durch massieren, rubbeln und leichtes kratzen.
      Die Vorstellung, gar nicht zu waschen, fand ich auch seltsam, aber derzeit empfinde ich so eher gegenüber dem Waschen.

      Gefällt 2 Personen

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