… NW/SO – huch, zwei Monate?

Da guckt man einmal kurz weg und schon hat man sich acht Wochen die Haare nicht gewaschen!
Acht mal sieben Tage – 56 also; das konnte ich in der Schule nie ausrechnen und stelle gerade fest, dass sich das nicht geändert hat.

Diese Woche geschah endlich, worauf ich schon seit Beginn des Projekts warte: Ich bekam Zweifel. Unlust überfiel mich.

Nachdem ich am letzten Wochenende feststellte, dass man ganz wunderbar in meiner Lieblingskneipe die Haare an die Heizung halten kann, damit das Sebum komplett einzieht, lag ich Dienstag und Mittwoch krank auf dem Sofa; ich bürstete nicht, die Haare waren nonstop zusammen und Frischluft ließ ich auch nur sehr wenig in die Wohnung. Vorher sahen die Haare toll aus; die Fotos zeigen sie am Sonntagabend, nachdem ich zwei Nächte hintereinander feiern war, zwischendurch ab und zu bürstete und besagte Heizungsaktion vollbrachte.

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Erstaunlich, wie fit ich nach einem Wochenende mit zwei Alkoholnächten aussehen kann.

Gestern ging ich wieder arbeiten und schlenderte anschließend ein wenig durch die Nachbarschaft, um die bei Instagram und Facebook gezeigten Spermüllstühle einzusacken. Weil es dunkel war, dachte ich, es sei eine gute Gelegenheit, meine ungebürsteten Haare zu lüften. Puuuuuuuuuuuuuuuuh. Sie rochen ganz, ganz schrecklich. Ein wenig wie einige unserer Patienten. Die von der strenger riechenden Sorte. Wäre ich zuhause gewesen, hätte ich vermutlich vor lauter Verzweiflung sofort die Haare gewaschen; so blieb mir nichts anderes übrig, als sie mit den Fingern zu entwirren und darauf zu hoffen, dass der Wind sie ordentlich durchpustet.
Nun, nach 45 Minuten an der frischen Luft waren sie doch glatt wieder annehmbar. Nicht so geruchsneutral, wie ich sie kenne, aber sie rochen auch nicht mehr nach ungewaschenem Tumorpatienten.
Später am Abend bürstete ich eine halbe Stunde; die Haare fühlten sich toll an und rochen nicht mehr. Sie waren voll, super weich, klebten gar nicht am Kopf und ich fand, das war das beste Bürsterlebnis, das ich bislang hatte. Als ich jedoch heute Morgen aufstand, sah die Welt wieder anders aus – vor dem Bürsten mochte ich die Haare; direkt nach dem Bürsten waren sie strähniger als gestern, was mich nervte. Ich führe das durchaus noch auf meine Krankheit zurück und sehe es daher nicht als Grund, mein Projekt abzubrechen, muss mich jedoch gerade sehr motivieren, weiterzumachen.

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Als ich heute bei der Arbeit ankam – ungefähr eine halbe Stunde nach dem Bürsten -, sahen die Haare schon wieder besser aus; besonders frisch gebürstet oder zusammengebunden zeigen sie ihren mittlerweile sehr schönen Glanz. Manchmal, wenn ich frisch gebürstet habe, bewege ich vor dem Spiegel den Kopf hin und her und bewundere, wie schön der Glanz über meine Haare wandert.
Auch fünf Stunden nach dem Bürsten, als ich die Haare zu Vergleichszwecken öffnete, sahen sie passabel aus. Mittlerweile habe ich den Eindruck, ich könnte sie etwas länger offen tragen, ohne einen Fettansatz zu präsentieren; ich werde das später mal testen, wenn ich Weihnachtsgeschenke einkaufen gehe.
Für die nächste Woche habe ich mir vorgenommen, wieder exzessiv zu bürsten und ab und zu bei einem Spaziergang zu lüften. Ich glaube, wenn ich das konsequent mache, könnte ich bald dem Umstellungsende nahe sein!
Anbei seht ihr Fotos, die die besagte halbe Stunde sowie fünf Stunden nach dem Bürsten entstanden, sowie Bilder der zusammengebundenen Haare.

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Früher – damals, als ich noch Haare wusch, quasi – sahen die Haare platter aus, wenn sie zusammengebunden waren.
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Verschreckt gucken am Morgen kann ich!

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9 Gedanken zu “… NW/SO – huch, zwei Monate?

  1. „Da guckt man einmal kurz weg und schon hat man sich acht Wochen die Haare nicht gewaschen!“
    Im ersten Moment hab ich noch gedacht, das ist ein Scherz. Danach fand ich die Idee einfach nur abstrus.
    Aber je länger ich darüber nachdenke, desto logischer klingt es eigentlich …
    Ich spiele mit dem Gedanken, das auch mal auszuprobieren …
    Abgesehen vom Nutzen für Haut und Haare ist es ja auch sinnvoll, möglichst wenige Reinigungsmittel ins Wasser zu entlassen.
    Liebe Grüße
    Iris

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    1. Ich weiß nicht, ob du die anderen Beiträge zu dem Thema gelesen hast; im Grunde kam ich selber ja auch nur darauf, weil meine Haare so ausrasteten nach dem Pille absetzen. Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich es allerdings auch abstrus gefunden.

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    2. Den Artikel mit der Pille jetzt grade nicht … für mich ist das Thema Verhütung insbesondere Pille schon sooo lange vorbei … 😀
      Aber ich lebe an einem Ort, an dem es im Winter immer ein bißchen Überwimdung kostet, unter die Dusche zu gehen. Lange Haare zu waschen, wenn gerade kein heißes Wasser da ist, ist echt bitter …
      Momentan denke ich darüber nach, zu einer 3 Millimeter Frisur zu wechseln … Dann wäre nicht mehr waschen gar kein Problem …

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