… Soja Koala kocht: Hirse – Walnuss – Brot?

Ok, eigentlich ist es gebacken.
Das ursprüngliche Rezept entdeckte ich vor Jahren im Internet; mittlerweile ist es online nicht mehr auffindbar, wurde von mir aber glücklicherweise schon so oft gebacken und modifiziert, dass ich das Rezept frei rezitieren kann.

Im Supermarkt schnappen wir uns 100 Gramm Hirse, 500 Gramm Dinkelmehl, einen Würfel Hefe oder die Menge Trockenhefe, die einen 42 Gramm – Würfel ersetzt (das variiert bei den unterschiedlichen Herstellern) sowie 200 Gramm Walnüsse.
Salz sollte jeder zuhause haben – wenn nicht, kaufen wir das nun auch.

Zuhause kochen wir zunächst die Hirse; mit 300 Millilitern Wasser aufkochen, dann nur noch leicht köcheln lassen. Wer keine Erfahrung mit Hirse hat, sollte besser dabei stehen bleiben und in kurzen Abständen umrühren, da sie schnell anbrennt; wer schon Erfahrung damit hat, kennt das Spiel und kann selber einschätzen, wie lange er wie weit vom Herd weg darf.

Ist die Hirse abgekühlt, lösen wir 12 Gramm Salz sowie den zerbröselten Hefewürfel bzw. die Trockenhefe in 250 Milliliter warmem (!) Wasser.
Wenn es ordentlich blubbert, werden Mehl und Hirse untergerührt; das Ganze ordentlich durchkneten. Je mehr wir kneten, desto besser wird die Hefe aktiviert!
Ist der Teig zu klebrig, noch etwas Mehl hinzugeben; ist er zu trocken, noch etwas Wasser. Der Teig sollte an den Fingern kleben, sich aber leicht lösen lassen.
In den Teig die etwas zerkleinerten Walnüsse einkneten; ich zerkleinere sie nur grob durch Schläge auf die Packung.
Wenn wir mit dem Teig zufrieden sind, lassen wir ihn 30 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen – in bester Omamanier kommt der Teig bei mir unter die Bettdecke.

Zum Ende der Gehzeit hin fetten wir eine Kastenform und streuen sie mit Mehl aus.
Den Teig dann noch einmal durchkneten – dabei gegebenenfalls die Konsistenz erneut mit etwas Mehl oder Wasser verbessern – und in die Form geben.
Für weitere 20 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen; in der Zwischenzeit den Ofen auf 240 Grad Ober – und Unterhitze vorwärmen.
Wenn die Gehzeit vorbei ist, das Brot mehrfach mit einer Gabel einstechen und mit etwas Wasser bespritzen. Wer mag, kann ungekochte Hirse darüber streuen und leicht festdrücken, um ein wenig Deko zu haben.

Das Brot auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen schieben und eine feuerfeste, kleine Schale mit kaltem Wasser auf den Ofenboden stellen (das sorgt für eine schöne Kruste).
Nach 20 Minuten den Ofen auf 190 Grad runterdrehen und für weitere 40 Minuten, je nach Ofen auch kürzer, backen. Bei meinem Ofen reicht es, 30 Minuten weiter zu backen und den Ofen dann für die letzten zehn Minuten nicht mehr weiter zu beheizen, sondern das Brot einfach im ausgeschalteten Ofen stehen zu lassen – ich vergewissere mich davor mit der Stäbchenprobe, ob der Teig schon schön ist.

Das Brot etwas auskühlen lassen, dann stürzen und weiter abkühlen lassen.
Lecker belegt genießen und die Tipps unter dem Bild nicht übersehen!

 

instafoto

 

Dieses Brot ist wunderbar zu variieren; man kann unterschiedliche Mehlsorten mischen (ich hatte im abgebildeten Brot Dinkelmehl und Roggenvollkornmehl 50:50 gemischt; für den Anfang ist ein Mehl aber einfacher), die Nüsse auswechseln oder ganz weglassen, die Form mit Haferflocken statt mit Mehl ausstreuen, die Deko ändern – so zaubert man sich immer wieder ein anderes Brot mit der gleichen Basis.

Für Menschen, die Probleme mit zusammenfallendem Hefeteig haben, gibt es noch eine Anekdote aus meiner Kindheit – wenn Oma Hefeteig ruhen ließ oder im Ofen hatte, bekamen Opa und ich immer Ärger, wenn wir im gleichen Raum zu laut oder zu polterig waren (womöglich machten wir uns daraus ab und zu einen Spaß…); der Teig wird umso schöner, je besser er ruht!

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2 Gedanken zu “… Soja Koala kocht: Hirse – Walnuss – Brot?

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