… „Liebe Männer, wir müssen reden!“?

Übers Flirten.
Eigentlich gehöre ich zu der Sorte Mensch, die Sprüche wie „Ey Schnitte, schon belegt?“ so lustig findet, dass sie darauf einfach vor Amüsement anspringt – in jüngster Vergangenheit jedoch erlebte ich Anmachen, die mich am gesunden Menschenverstand einiger Männer zweifeln lassen.

Ich beziehe mich bewusst nur auf Männer, liebe empörte Mitmenschen, denn ich werde nun einmal größtenteils von solchen angemacht; die wenigen Flirts, die Frauen an mich heran trugen, waren recht charmant.
Bestimmt gibt es auch Frauen, die ganz schrecklich flirten; erzählt mir gerne davon!

Meine Entgeisterung begann schon vor einigen Monaten; in einer Mischung aus Langeweile und Verzweiflung war ich einmal einer Singlegruppe auf Facebook beigetreten; eines Tags kam dann tatsächlich ein Gespräch mit einem jungen Mann zustande, der auf seinem Profil äußerst ansehnlich war.
Nachdem wir ein wenig geschrieben hatten, wollten wir uns treffen, was er jedoch absagte – bis wir eines Abends schrieben und ich äußerte, ich sei betrunken. An diesem Abend schlug er mir vor, wir könnten miteinander schlafen. Ohne Kondom, er würde ihn früh genug herausziehen, „Baby“.
Auch ohne das degradierende „Baby“ am Satzende wäre ich beinahe hinten über gekippt, als ich diesen Vorschlag las; wir haben 2017 und es gibt immer noch Menschen, die ernsthaft vorschlagen, ohne Kondom mit einer fremden Person zu schlafen. Noch dazu mit einer fremden Person, von der sie wissen, dass dann nicht nur kein Schutz vor Krankheiten bestünde, sondern auch keiner vor einer Schwangerschaft – von meinem pillenfreien Leben wusste er zu diesem Zeitpunkt nämlich.

Nun, ich bin weder prüde noch ein Kind von Traurigkeit; ich bin auch wahrlich nicht immer diejenige mit dem höchsten Niveau – vollkommen bescheuert bin ich jedoch auch nicht, also wurde nichts aus dem Treffen.
Nach diesem Abend brach der Kontakt ab; bis vor wenigen Wochen.

Es war ein halbes Jahr ins Land gegangen, als ich plötzlich eine Nachricht besagten jungen Mannes erhielt; er fragte mich, ob es mir gut gehe und ob wir uns abends träfen. Auf mein „Jo und nö.“ reagierte er mit „Wer von uns beiden soll kommen, du oder ich?“ und sendete, oh Freude, ein Bild seines erigierten Penis anbei.
Tja. Da ist man erstmal baff.
Ich entsann mich, dass er das schon mal gemacht hatte, ich damals aber weniger pikiert gewesen war, weil es in einem flirtenden Kontext geschehen war und ich es einfach unter der Kategorie „Drüber“ abgelegt hatte. Da ich ihm jedoch bereits beim ersten Mal gesagt hatte, dass das ein absolutes Unding ist, beschloss ich, dieses Mal zu handeln – ich zeigte ihn an.

Sendet euch jemand ungebeten Nacktbilder, könnt ihr ihn wegen des Versendens pornographischer Schriften anzeigen; bestraft wird das mit einem Bußgeld oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Ich warte aktuell noch darauf, dass ich etwas höre und muss mich demnächst wieder erkundigen, wie der Stand der Dinge ist – mir geht es jedoch weniger darum, dass eine Strafe verhängt wird, sondern vielmehr um einen Schuss vor der Bug; solche Bilder können durchaus auch Menschen erreichen, die das nicht amüsant finden, sondern ein wirkliches Problem damit haben.

Dieser Vorfall alleine wäre mir keinen Blogbeitrag wert gewesen; nun geschah es jedoch am vergangenen Wochenende, dass ich Männer traf, die mich so aggressiv anflirteten, dass ich beschloss, mich zu äußern – vielleicht lernt jemand daraus. Vielleicht kann mir auch jemand erklären, wieso sich Menschen so verhalten.

Zunächst war da ein Herr, den der Freund, mit dem ich unterwegs war, und ich auf unserem Weg zum Club aufgabelten; er wirkte etwas seltsam, aber nicht unsympathisch. Ein wenig eigenbrödlerisch.
Da ich das nicht als Grund sehe, jemanden nicht zu mögen, war ich dafür, dass wir ihn mitnehmen zum Feiern; gesagt, getan! Wir schlossen sein Rad, für dass er kein Schloss mit hatte, an meinem Rad, für dessen Schloss ich zwei Schlüssel mit hatte, an, und zogen los (ja, ich habe ein gewisses Urvertrauen in Menschen und gehe erstmal von guten Absichten meines Gegenübers aus).
Nachdem wir ein wenig getrunken und getanzt hatten, sah sich unsere Begleitung dazu berufen, mir zu sagen, wie gerne er mich „knallen“ würde. Nicht, ohne sich vorher zu erkundigen, ob mein anwesender Freund mehr als ein Freund sei und nicht, ohne sich bereits bei dieser Gelegenheit eine Abfuhr einzufangen – ich ahnte, warum er fragte, und sagte sofort, dass er aber trotzdem keine Chance hätte.

 

Genervt
Kleiner Tipp am Rande: Wenn ich diesen Blick aufsetze, heißt das nicht, dass ich interessiert bin.

Offenbar heißt „Ich finde dich aber nicht attraktiv.“ nicht für jeden, dass man nichts miteinander haben wird; er blieb sehr hartnäckig (Das muss man ihm lassen!) und teilte mir im fünf – bis zehn – Minuten – Takt mit, dass er mich gerne „knallen“, „bumsen“ oder „ficken“ möchte.
Es ist nicht so, als nähme ich diese Worte selber nie in den Mund – bei der richtigen Person können sie auch durchaus ihre Wirkung haben -, doch wenn ein nahezu fremder Mann, dem ich bereits mein Desinteresse signalisiert habe, das immer und immer wieder zu mir sagt, zweifle ich irgendwann an seinem Verstand.
Da mein Freund nach Hause wollte, ich jedoch nicht, ließ ich meinen Verehrer stehen und ging in den nächsten Club; ich hatte Lust, zu trinken und zu „tanzen“ – in Anführungsstrichen, weil wir von Musik sprechen, zu der ich noch schlechter tanze als zu meiner üblichen Musik.

Während ich angelehnt neben der Tanzfläche stand, mich zur Musik treiben ließ und an meinem Bier nippte, nahm ich aus den Augenwinkeln wahr, wie sich mir jemand näherte.
Kleiner als ich, zu muskulös, zu enges Shirt über dem zu muskulösen Körper. Uninteressant für mich.
Ich muss interessiert ausgesehen haben, denn er sprach mich an. In einem Laden, in dem es so laut ist, als stündest du gerade neben einem startenden Flugzeug – der perfekte Ort also für Unterhaltungen!
Ich antwortete höflich auf die üblichen Fragen („Was machst du hier?“, „Wie geht’s?“, „Kommst du von hier?“) und guckte stur geradeaus; das wirkte offenbar immer noch zu interessiert, also sagte ich, dass ich gerne alleine wäre und einfach nur hier stehen würde. Nachdem ich das mehrfach wiederholt hatte, durfte ich endlich aufhören, mich zu „unterhalten“ – ich war glücklich und zufrieden.
Für ungefähr drei Minuten.

Ich wollte gerade auf die Tanzfläche gehen, um einen Bekannten zu begrüßen und meine Bierschuld bei ihm zu begleichen, da kreuzte ein weiteres niedrig gewachsenes Muskelpaket meinen Weg und sprach mich an.
Aus Sorge, er könnte mitgehen auf die Tanzfläche und mich dann nie mehr verlassen, sagte ich nicht, dass ich eigentlich gerade tanzen gehen wollte, sondern spielte wieder das lustige Fragespiel.
Man sollte meinen, wenn keine Rückfragen kämen, verstünde das Gegenüber das als Desinteresse, doch dem ist offenbar nicht so. Nachdem ich die Frage nach meinem Beruf ehrlich und möglichst erklärungsarm beantwortet hatte, was normalerweise hilfreich ist, um Gespräche zum Erliegen zu bringen, erfuhr ich die Krebserkrankungsgeschichte der Mutter des Muskelpakets.

Liebe Mitmenschen – in diesem Fall nicht nur Männer – ich erzähle wirklich schon freimütig und frühzeitig von meinem Krebs; wenn ihr seit zwei Minuten mit jemandem sprecht, ist es jedoch nicht die beste Idee, davon zu erzählen. Erst recht nicht, wenn man gerade feiern ist und nicht versonnen irgendwo mit einer Zigarette und einem Bier sitzt und einander Geschichten erzählt.
Ich rettete mich aus dieser Erzählung, indem ich vorgab, kurz an die frische Luft zu müssen, betonte, das dies alleine geschehen müsse, und dann den Raum durch die eine Tür verließ, um ihn durch die nächste wieder zu betreten.

Bis ich bei meinem Bekannten angekommen war, hatte ich Gelegenheit, auf mein Handy zu schauen; der Verehrer von früher am Abend hatte geschrieben.
Für den Fall, dass er sein Rad nicht mehr wiederfände, hatten wir Nummern ausgetauscht; nun, er schien da was missverstanden zu haben, denn er schickte mir anregende Texte wie „Ich will dich dicken“ (Hallo, Autokorrektur!) und „Kommste jetzt her? Ich wohne xy, bei xy klingeln.“
Ratet doch mal, ob ich hingegangen bin!

Auf der Tanzfläche näherte sich übrigens sofort der nächste Typ – den wehrte mein Bekannter netterweise ab, bevor er es überhaupt in meine Hörweite geschafft hatte.

Seit dieser langen Nacht der Anmachen frage ich mich, was in den Köpfen mancher Männer vorgeht – zählt mein „Ich habe keine Lust auf dich/ auf ein Gespräch.“ nicht?
Sorgt die Tatsache, dass man mich für 22 hält (wie mir beide Muskelpakete mehrfach mitteilten) dafür, dass mir das Recht auf Ablehnung abgesprochen wird?
Kann ich als Frau nicht einfach so alleine im Club stehen, ohne angemacht zu werden, denn wer dort alleine steht, WILL angemacht werden – auch, wenn klar gesagt wird, dass dem nicht so ist?
Obwohl ich selber wirklich nicht immer unaufdringlich bin und daher eine hohe Toleranz gegenüber anderer Menschen Aufdringlichkeit habe, ist das selbst für meine Verhältnisse einfach nur noch unangenehm.
Bitte überdenkt einmal, ob eure nett gemeinten Flirtereien (oder was auch immer das ist) so rüberkommen, wie ihr es meint. Möchte die Frau, die da vor euch steht, überhaupt reden? Ist es angemessen, wenn ich jetzt ein Bild meiner Erektion verschicke oder warte ich lieber, bis wir mal Sex hatten und vielleicht anschließend noch weiter flirten?

Vermutlich würde das Leben vieler Frauen eine Spur angenehmer, wenn Männer einfach ihre Grenzen einhielten.

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25 Gedanken zu “… „Liebe Männer, wir müssen reden!“?

  1. Die Verhaltensweisen dieser jungen Männer sind alles andere als statthaft. Spätestens wenn eine Frau pornographisches Material zugesandt wird ist der Zeitpunkt erreicht wo ein Strafantrag das einzig Richtige ist. Ins Gefängnis kommt der Sittenstrolch nicht aber es wird ihn incl. Anwalts- und Gerichtskosten unter Ausurteilung einer höheren zweistelligen Anzahl an Tagessätzen mehrere tausend Euro kosten. Evtl. empfiehlt sich auch ein Täter Opfer Ausgleich. Damit bekommt er eine geringere Strafe (Führungszeugnis) und Sie noch ein Schmerzensgeld.

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    1. Für einen Täter – Opfer – Ausgleich sehe ich mich dann doch nicht genügend in der Opferrolle; für einen derartigen Aufwand sind mir zudem sowohl meine Nerven als auch meine Zeit zu wertvoll.

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  2. Ach Herr Gott du sprichst mir aus der Seele. Ich wohne in Karlsruhe und in unseren Diskotheken sind sehr viele Studenten unterwegs (zumindest in denen ich auch bin). Manche „Herren“ sind echt aufdringlich. Ich habe auch zwei Jahre lang in einem Club an der Garderobe gearbeitet und war dann morgens um 5 Uhr „die letzte Hoffnung auf Schiffe versenken“. Das ist echt furchtbar deprimierend, da auf die Antwort „Ich bin verlobt/verheiratet“ nur kam „Ach das ist ein Grund aber kein Hindernis“ HALLO?! Gehts noch? Wenn ich mit meiner besten Freundin unterwegs bin und eine von uns wird abgegraben, geben wir uns auch als lesbisches Pärchen aus, was meist in panischen Lachen des Gegenüber endet… ähm ja okaaaaay… ich kann mir echt nicht erklären was mit den „Männern“ heutzutage los ist.
    Grüßle Daisy

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    1. Meine Garderobenzeit war da erstaunlich harmlos. 😄 Ich wurde bloß immer als auf der Ü30 – Party angemacht; ich war die einzige Frau mit 24.
      Die Resonanz auf diesen Beitrag ist übrigens erschreckend groß und einhellig!

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  3. Ich war bisher nie so die Clubgängerin.
    Auf die Sorte Mann, die ich dort kennen lernen könnte bin ich ehrlich gesagt nicht scharf.
    Mir hat neulich ein ehemals wohlhabender Mann auf meine Wohnungsanzeige geantwortet.
    Er sucht eine neue Frau für sich und seine Kinder, die könnte dann auch bei ihm wohnen.
    Sachen gibt’s….
    Liebe Grüße, Aletheia

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    1. Es gibt da bestimmt auch tolle Männer; die benehmen sich bloß entsprechend. 😄
      Erm, das ist ja mal eine super Reaktion auf eine Wohnungsanzeige. 😱
      Liebe Grüße
      Silja

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  4. Da sprichst Du mir echt aus der Seele. Ich gehe inzwischen gar nicht mehr in Clubs, weil mir dieser Spießrutenlauf zu anstrengend ist und ich nur noch darüber nachdenke, wo ich hingucken könnte, ohne dass mein Blick als falsches Signal aufgenommen werden könnte… Und ich steh nicht mal auf Männer, aber wenn man das sagt, werden sie umso aufdringlicher. Tatsächlich gehen einige Exemplare auch krasser mit Ablehnung um, sodass ich mich beim Weggehen nie wirklich sicher fühle.
    Wäre schön, wenn auch mehr von den umstehenden Leuten, die sowas mitkriegen, einen mal dezent retten könnten in so einer Situation. Die, die so aufdringlich sind, ändern ihr Verhalten selbst ja wahrscheinlich nicht so zeitnah..

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    1. Oh, ja, Blicke sind gefährlich, das stellte ich auch fest! Wenn du noch dazu dann lächelst, weil du es wagst, gut gelaunt zu sein, ists ganz vorbei.
      Sehr schade, dass du deswegen schon gar nicht mehr in Clubs gehst, aber durchaus nachvollziehbar.
      Umstehende schweigen da irgendwie gerne; hier in Münster gibt es jetzt eine Intiative des Frauennotrufs, dank der du beim Personal durch den Satz „Ist Luisa da?“ darauf aufmerksam machen kannst, dass du Hilfe brauchst; das finde ich super und hoffe, das verbreitet sich. Schlimm genug allerdings, dass so etwas überhaupt nötig ist.

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  5. Erst einmal: der Beitrag ist wie immer sehr gut geschrieben und hat mir echt gefallen. 🙂

    Der Inhalt zum Teil leider weniger, da ich nur sehr gut nachvollziehen kann, was du dort beschreibst. Ich finde es einfach unglaublich ätzend und kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie manche Menschen (ich rede bewusst nicht nur von Männern) so sehr von sich überzeugt sein und ein so übersteigertes Selbstbewusstsein haben können, denn anders kann ich mir diese endlose, nervige Baggerei nicht erklären.

    Du scheinst bis jetzt ziemlich Glück gehabt zu haben, was Flirts von Frauen angeht, denn ich habe da auch schon so einiges erlebt, was meiner Meinung nach überhaupt nicht geht. Da geht es über den ganzen Abend besoffen tun und so zu rechtfertigen, an meiner Schulter zu hängen bis zu Beleidigungen als „Scheiß Hete“ und wie ich mich denn in eine Gay-Bar wagen könnte. Dass ich in einer sehr glücklichen Beziehung mit einer Frau bin, hat diese Person scheinbar überhört…

    Am allerschlimmsten ist es jedoch, Typen abzuwimmeln und diesen wahrheitsgetreu zu erklären, dass man eine Freundin hat. Was ich dort schon an Beleidigungen und komischen Angeboten bekommen habe, kann ich nicht mehr zählen..

    Also egal wohin ich gehe, ob in eine Hetero- oder Gay-Bar, überall kann es gleich unangenehm werden.

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    1. Dankeschön, das freut mich! 🙂

      Von Gay-Bars höre ich irgendwie auch erstaunlich oft solche Geschichten; ich verstehe aber auch allgemein, unabhängig von der sexuellen Orientierung, nicht, warum man so endlos baggert – insbesondere bei Menschen, die man gar nicht kennt. Also ich weiß von mir, dass ich auch schon echt drüber war, aber eben nicht bei Fremden und für gewöhnlich auch mit später geäußerter Einsicht.

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  6. Liebe Soja!
    Cooler Beitrag – ein bisschen zum Schmunzeln – ein bisschen zum Ärgern und auch zum Nachdenken. Danke, dass du für uns aus dem Nähkästchen plauderst. Auch ich kenne einige dieser eigenartigen „Symptome“ von Männern noch sehr gut aus meiner Singlezeit. Lieben Gruß. Ps.: Ich würde mich freuen, wenn dein Gastbeitrag bei mir bald klappt 😉 lg Melanie

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    1. Huhu Melanie!
      Boah, ich sah deinen Kommentar und dachte “Ah, kack, du wolltest Bilder raussuchen!“. Das ist mir super peinlich, entschuldige! 🙈🙈🙈
      Dieses Nähkästchen musste dringend geöffnet werden; das brannte mir seit Sonntag unter den Nägeln. 😄

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  7. das Männer in Chat’s gerne Penisbilder verschicken, ist für mich mittlerweile ein alter Hut, als ich das erste mal 2003 so ein Penisbild geschickt bekam war ich etwas schockiert.
    Scheint sich bei den Männern echt noch nicht rum gesprochen zu haben, das Frauen keine Penisbilder sehen wollen.
    Ehrlich gesagt machen Penisbilder nicht die Bohne an, gibt interessanteres bei Männern als deren Penis oder ?

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    1. Ich kannte das bisher echt nur aus Erzählungen und war davon ausgegangen, dass die Unattraktivität dieses Verhaltens sich rumgesprochen hat – falsch gedacht!
      Ja, es gibt wirklich deutlich anmachenderes an Männern!

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  8. Toller Beitrag!
    Am schlimmsten finde ich persönlich ja, das „Ich habe einen Freund“ (egal ob es nun stimmt oder nicht) tatsächlich die meisten (ja, leider nur „die meisten“) Gespräche beendet. Geradezu unverschämt, dass diese Aussage mehr wert ist als „Ich habe kein Interesse“
    (ganz spannend wird die Geschichte dann bei „Ich habe eine Freundin“, was meistens eher noch mehr Angebote nach sich zieht -.-)

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    1. Dankeschön! 🙂
      Uh, ja, die Ausrede ist in der Tat wichtiger als kein Interesse zu haben – das kann man doch wecken, wenn man nur hartnäckig genug bleibt!
      Mit “Ich bin lesbisch.“ habe ich es auch mal versucht. Keine gute Idee, das anschließende Gegrabe war unglaublich.

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  9. So jetzt meldet ich mich auch mal als Mann zu Wort.
    Ich finde das was du gemacht hast richtig. Denn sowas ist echt ein Unding. Auch als Mann sind mir solche Dating Gruppen/Chats und Foren sehr gut bekannt und was dort abgeht ist allerhand.
    Auch wenn ich schwul bin ist mir die Art wie diese Herren vorgehen sehr gut bekannt und zu meiner Singlezeit war das stellenweise schon sehr abstrakt was dort abging.
    Die Männer vom anderen Ufer sind teilweise kein Deut besser. Sie sehen in allem die perfekte Beute und einige lassen sich von einem Nein nicht abhalten und fangen regelrecht an einen zu stalken.
    Auch das kann man anzeigen aber in den meisten Fällen reicht ein einfaches Blockieren aus.
    Auch die nicht nachgemessen KM an Penislänge die einem mit der Zeit dort unterkommen ob gewollt oder ungewollt schienen einfach unglaublich.
    Und manchen sind dann auch noch so dumm das sie einfach den nächst besten Pillermann auf google runterladen. Auch diese Pfeifen hat man schnell ausfindig gemacht. Abfuhrt erteilt und gut ist.
    Das Problem mit der Disco oder in Bars ist mir auch schon häufiger aufgefallen. Ihr müsst euch als Frau schon so einiges gefallen lassen. Aber genau da müsstet ihr viel öfters mal dem Herrn Obercool zeigen das ihr kein Interesse habt diese Anabolika-Schleuder aus der Pumpbude kennen zu lernen. Scheinbar drücken hier auch die Mukkis nicht nur auf den Penis sondern auch auf die letzten Gehirnzellen.
    Und beim Thema Ungeschützt Pimpern mit der Internetbekanntschaft geht mit echt der Hut hoch. Wie kann man so blöde sein. Sollen sie ihrer 7 Probleme doch sonst wo verteilen aber nicht bei mir !
    Ich lebe nun glücklich in einer Beziehung die ich nicht im Internet kennengelernt habe und da bin ich auch echt froh drum.
    Ich wünsche dir auch für deine Beziehung viel Glück und hoffe das du nicht nochmal an solch ein Arschloch geraten tust.

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    1. Vielen Dank für deine ausführliche Schilderung aus einer anderen Perspektive! 🙂 Ich habe dem im Grunde nichts hinzuzufügen. 😄Viel Glück weiterhin für deine Beziehung und Danke für die Zukunftswünsche. 🙂

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  10. Ich musste bei dem Beitrag an:
    carolin kebekus mit ihrem Lied –
    dick pic denken. 😄
    Ich habe diese Erfahrung noch nie gemacht. Ist das Musikgenreabhängig (höre Rock und Metall) oder bin ich schon zu alt geworden (34) 😭
    Das zeigt mir aber wieder, dass ich meinem kleinen Mann auf jeden Fall Respekt beibringen muss.

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    1. Das Lied sagt mir nichts, klingt aber vielversprechend. 😁
      Normalerweise höre ich auch Rock und Metall, aber letztes Wochenende musste ich zwischen EDM und Reggae wählen – ersteres gewann.
      Ja, bitte bring ihm bei, wie man respektvoll mit anderen Menschen umgeht! 😄😄

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  11. Durchs online dating über das ich ja auch blogge, begegnen mir wesentlich häufiger die Herren, die ihren Körper zur Schau stellen, ob ich will oder nicht und in 100% der Fälle will ich das nicht. Will ich mehr von Mr. X, treffe ich ihn gerne und unterhalte mich angezogen mit ihm. Für mich gehört nämlich mehr als nur ein Penis zum Sex…

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  12. Ohja, vieles davon kenne ich auch! Vor allem die „Clubgeschichten“ – wenn ich weggehe, dann schaue ich tatsächlich, dass immer jemand bekanntes oder eine Freundin mit dabei steht, da mich dieses „Keine drei Minuten Ruhe haben.“ wirklich nervt und ein „Nein, kein Interesse.“ irgendwie tatsächlich bei mindestens der Hälfte nicht ankommt. 😀

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