NW/SO – von Regen, Bier und Sebummangel?

Hach ja, die Flüssigkeiten – heute, an Tag 203 ohne Haarwäsche, kann ich von meiner ganz persönlichen Bierkur berichten!

Nachdem ich euch erst vor Kurzem erzählte, wie es war, als mir ein Vogel auf den Kopf kackte, erzähle ich heute von einem Konzert.
Es war schön, es war laut, es gab Bier; weil manche Menschen nicht in der Lage sind, ihre Becher richtig festzuhalten (ausnahmsweise meine ich damit mal nicht mich, obwohl mir das auch gut passieren könnte), landete Bier in meinem Haar. Nicht nur ein bisschen, sondern ungefähr ein drittel Becher; die Längen waren köstlich getränkt und stanken.
Auf dem Konzert konnte ich nun nicht viel ausrichten – ich musste die Band sehen und ließ es einfach trocknen. Wie schon beim Kackevorfall dachte ich wirklich darüber nach, zu waschen, entschied mich jedoch erstmal dafür, es anders zu probieren; es gibt Menschen, die machen bewusst Bierkuren für die Haare, weil sie gut sein sollen, warum also sollte es meinen Haaren nun geschadet haben? Da sie mit Sebum getränkt sind, nehmen sie eigentlich auch gar nicht so viel Volumen einer anderen Flüssigkeit auf – das war sehr gut zu bemerken, als ich darauf wartete, dass das Bier endlich eintrocknete.
Zuhause bürstete ich meine Haare also exzessiv; jede winzige Strähne für sich mehrmals, danach noch einmal alle Haare auf einmal; so lange, bis sie wunderbar weich waren und keinerlei Biergeruch mehr abgaben.
Ich hatte es nicht zu hoffen gewagt, aber meine Haare sahen aus wie vorher und waren vollkommen geruchsneutral! Ich denke, spätestens jetzt ist bewiesen, dass Reinigung durch Bürsten funktioniert.

Die restlichen zwei Wochen verliefen für meine Haare weiterhin ungewohnt nass; aufgrund des lieblichen Wetters geriet ich einige Male in Nieselregen und hatte jedes Mal Sorge, mein Sebum könnte dadurch hart werden – ist es aber nicht. Komme ich auf dem Weg zur Arbeit in den Regen, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Haare einfach trocknen zu lassen; geschieht es auf dem Heimweg, föhne ich sie kurz und mache sie dann wieder zusammen; meinem Sebum ist es egal.
Anbei ein Foto davon, wie es aussieht, wenn ich drei Tage die Woche durch Nieselregen gefahren bin und nicht ein einziges Mal gründlich gebürstet habe.

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Na, bemerkt? Ich trage eine andere Brille! Wie ihr gestern meiner Facebookseite entnehmen konntet, wurde meine eigentliche von einem meiner Kater zerstört.

Wie oben bereits steht: Zum Zeitpunkt dieses Bildes, also heute Morgen, hatte ich seit drei Tagen die Haare nicht gründlich gebürstet; es ist Spätdienst, ich war motzig von all dem Regen und hatte keine Lust, also bürstete ich immer nur sehr oberflächlich.
Wäre das sichtbare Sebum nun von einem Tag, dächte ich „Oh Gott, ist das viel!“, so jedoch ist es erstaunlich wenig; nachdem ich es gerade verteilt hatte, machte ich noch einmal Fotos davon, wie es frisch gebürstet aussieht und erstellte dann ein Vergleichsfoto mit dem Beginn des Projekts – im zweiten Bild seht ihr meine frisch gebürsteten Haare nach 28 Tagen ohne Haarwäsche und nach 203 Tagen ohne solche.

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Um mein Sebum so zu verteilen, brauche ich auch nach dreitägiger Bürstpause nur zehn Minuten.
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Links: der grausame, steife Fetthelm, den ich damals nach dem Bürsten hatte. Rechts: deutlich luftigere Haare, die schon kurz nach dem Bürsten das Sebum aufnehmen.

Weil der Vergleich mit früheren Bildern so schön ist und ich am Wochenende ein wirklich tolles Bild meiner Haare machte, als ich vom Feiern nach Hause kam und sie spontan bürstete, seht ihr nun ausserdem noch in der Frontansicht, wie sich meine Haare verändert haben – ich bin richtig, richtig überrascht, wie enorm der Unterschied ist; da ich meine Haare täglich sehe, ist mir das gar nicht so aufgefallen!

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Sollten noch Zweifel bestanden haben, dass meine Haare jetzt schöner aussehen, sind diese nun hoffentlich ausgeräumt – ich bin fasziniert! Bei diesem Foto sieht man auch toll, wieviel dichter mein Ansatz geworden ist!

Das nächste Mal berichte ich wieder in zwei Wochen, wie es um meine Haare steht – wer sich fragt, was ich hier eigentlich treibe, der findet alle bisherigen Beiträge zum Thema NW/SO in der dazugehörigen Kategorie.

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7 Gedanken zu “NW/SO – von Regen, Bier und Sebummangel?

  1. Interessant. Diese Methode kenne ich nicht, nur das Verlängern der Waschzeit, wie ich es auch getan habe.
    Für mich wäre das glaube ich nichts, ich würde mich vermutlich nicht wohlfühlen.
    Aber sehr interessant 🙂
    Liebe Grüße
    Phoebe

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  2. Ich glaube eine Kurzhaar Frisur ( bzw. Eher etwas kürzer als schulterlang) würde dir total gut stehen und dir noch mehr Volumen geben. Ich glaube dann kommt noch viel mehr zu Geltung wie schön deine Haare geworden sind.

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    1. Kurz gesagt: Oh Gott, nein!
      Lang gesagt: Ich kenne mich mit allen Haarlängen zwischen Glatze und der vom September – je kürzer die Haare werden, desto älter sehe ich aus. Älter an sich fände ich nicht schlimm, aber ich sehe dann auch reifer und nicht nach mir aus. So trist irgendwie. 😄

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