… Soja Koala kocht: Kartoffelsalat mit Hirsefrikadellen?

Kartoffelsalat gab es auf meinem Blog schon mal – das Rezept wurde aber geschluckt, als plötzlich einige meiner Beiträge verschwunden waren.
Nachdem ich die ersten zwei Jahre meines Veganismus auf Kartoffelsalat verzichtet hatte, weil ich dachte, vegan könne man ihn nicht lecker machen (wie auch immer ich darauf kam), gibt es ihn mittlerweile regelmäßig; klassischerweise zu Frikadellen – in diesem Fall sind sie aus Hirse.

Für den Kartoffelsalat (ungefähr sechs bis acht Portionen, je nach Hunger) brauchen wir zwei Kilogramm Kartoffeln, eine große oder zwei kleine Zwiebeln, 300 Milliliter Gemüsebrühe, vier Esslöffel Öl (zur Hälfte ein geschmacksneutrales, z.B. Rapsöl, und zur Hälfte Olivenöl), vier Esslöffel (Apfel)essig, Salz, Pfeffer sowie einige Teelöffel Senf.

Die Frikadellen (je nach Größe werden es acht bis zehn) verlangen nach 140 bis 150 Gramm Hirse, 250 Millilitern Gemüsebrühe, einer Möhre, ungefähr fünf bis sechs mittelgroßen Champignons, einer dreiviertel Packung TK – Kräutermischung, Senf, einem Bindemittel (Johannisbrotkernmehl, Stärke, Mehl… was man bevorzugt) sowie, wenn man mag, einer halben bis ganzen Zwiebel.

Zunächst widmen wir uns dem Kartoffelsalat; persönlich mache ich es gerne eher ungewöhnlich – ich schneide die geschälten, rohen Kartoffeln in Scheiben und koche diese dann kurz, bis sie gar sind; das erspart das Pellen von Pellkartoffeln (das Gefühl gekochter Kartoffelschalen an den Fingern finde ich unglaublich unangenehm) sowie das matschige Schneiden bereits weicher Kartoffeln. Wer mag, kann natürlich auch ganz herkömmlich die Kartoffeln kochen und dann schneiden – hauptsache, hinterher liegen gegarte Kartoffelscheiben vor.
Während die Kartoffeln kochen, würfeln wir unsere Zwiebel; diese vermengen wir dann mit den Kartoffelscheiben in einer Schüssel, um sie anschließend zu salzen und zu pfeffern.
Nun verrühren wir drei Teelöffel Senf mit dem Essig sowie der Gemüsebrühe, geben diese Mischung über die Kartoffeln und lassen das Ganze etwas ziehen.

Derweil setzen wir für die Frikadellen die Hirse in der Gemüsebrühe auf (viel Gemüsebrühe heute, mhm?); wer keine Hirseerfahrung hat, bleibt besser dabei stehen und guckt, ob er noch Flüssigkeit nachschütten muss, bevor die Hirse gar ist; sie brennt gerne an, wenn man sich zu weit entfernt und nicht damit rechnet!
Die gekochte Hirse vom Herd nehmen und auskühlen lassen und in der Zwischenzeit den Kartoffelsalat fertig stellen – dazu vermengen wir ihn mit dem Öl und schmecken ab; gegebenenfalls müssen noch mehr Essig und Senf dran, manchmal fehlt es auch noch an Salz. Den Kartoffelsalat kühl stellen; je länger er zieht, desto leckerer wird er!

Für unsere Frikadellen zerkleinern wir nun unsere Möhre sowie die Champignons; ich zerkleinere sie mit dem Häcksler, der bei meinem Pürierstab dabei war, man kann sie aber auch mit Muskelkraft reiben bzw. kleinhacken. Wer Zwiebel einarbeiten möchte, hacke auch diese möglichst klein.
Das Gemüse mit der Hirse vermengen und probieren, ob noch Salz und Pfeffer dran müssen; anschließend einen sehr großzügigen Teelöffel Senf hinzugeben.
Eine Pfanne erhitzen und in dieser ordentlich Öl erhitzen; die Frikadellen gelingen besser, wenn man viel Öl benutzt und sie ein wenig schwimmen.
Während wir Pfanne und Öl erhitzen, streuen wir ein bis zwei Teelöffel unseres Bindemittels (ich nehme übrigens Johannisbrotkernmehl) über die Masse und verkneten sie mit den Händen – so bemerken wir, ob alles eine schöne Konsistenz hat oder zu nass bzw. zu trocken ist; man sollte Frikadellen formen können, die noch leicht kleben, aber gut von der Hand zu lösen sind.

Die Frikadellen im Öl von beiden Seiten (gold)braun braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen; anrichten, essen!

 

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2 Gedanken zu “… Soja Koala kocht: Kartoffelsalat mit Hirsefrikadellen?

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