NW/SO – eine Selbstverständlichkeit?

Nach einem dreiviertel Jahr ohne Haarwäsche – um genau zu sein, 273 Tagen – stelle ich fest, dass es für mich mittlerweile vollkommen selbstverständlich ist, dass ich meine Haare nicht wasche.

Treffe ich jemanden, den ich seit einer Weile nicht gesehen habe, und werde gefragt „Hast du mittlerweile gewaschen?“, bin ich immer kurz verwirrt; meine Haare nur noch zu bürsten ist nun so ein fester Bestandteil meines Alltags, dass ich meistens gar nicht mehr daran denke, dass andere Menschen ihre Haare anders reinigen.
Nur an Tagen, an denen meine Haare vermehrt fetten, wird es mir bewusst – denke ich jedoch an die Möglichkeit, zu waschen, sträubt sich etwas in mir.

Seit ich aufgehört habe meine Haare zu waschen, sind sie so schön geworden, dass ich sie nun nicht mehr waschen will.
Sie sind weich, satt, voll und riechen nicht einmal mehr nach Haar, sondern sind vollkommen geruchsneutral, solange ich nichts aussergewöhnliches mache.
Ich könnte sie ständig anfassen, weil sie sich so unglaublich seidig anfühlen.
Stelle ich mir vor, sie zu waschen, dann frage ich mich sofort, ob ich damit dieses tolle Gefühl zerstöre; je nach Waschart könnte es passieren, dass ich stärker als gewollt entfettete oder furchtbare Kalkansammlungen im Haar hätte, weil das Wasser in Münster sehr hart ist.
Durch eine Wäsche brächte ich also vermutlich mein sorgsam errichtetes Gleichgewicht auf dem Kopf durcheinander; ein seltsamer Gedanke.

Es wäre zudem eine enorme Umgewöhnung, nun wieder meine Haare zu waschen – ich müsste sie trocknen, entwirren (Meine Knoten sind vollständig verschwunden!), irgendwie bändigen.
Dinge, die ich gar nicht mehr gewöhnt bin. Für mich ist jetzt normal, was vor einigen Monaten noch vollkommen abwegig erschien; die Haare bürsten ist Alltag.

Weil das Ganze ohne Bilder recht nichtssagend ist, gibt es diese natürlich auch heute!

 

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Guten Morgen! Frisch aufgestandener Zunselkopf – moderate zu verteilende Sebummenge.
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Frisch gebürstet; das Sebum zieht weiterhin bereits beim Bürsten ein.
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Nach der Arbeit; während selbiger waren die Haare zusammengebunden, zuhause schüttelte ich sie dann auf.

 

Gerade guckte ich mir übrigens interessehalber alle Beitragsbilder des zurückliegenden dreiviertel Jahres an – die Veränderung meiner Haare ist schon faszinierend!

Wenn ihr sie auch nachvollziehen möchtet oder euch grundsätzlich noch fragt, was ich hier treibe, findet ihr in der Kategorie NW/SO alle Beiträge, die ich seit Oktober 2016 zu diesem Thema geschrieben habe; in den ersten beschreibe ich das Prinzip NW/SO genauer.

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