… Katzenmöbel mal anders?

Oder Kratzmöbel?

Ein wenig sind sie zum Kratzen, ein wenig zum Kuscheln, auf jeden Fall aber plastikfrei und selbstgemacht – die neuen Möbel, die ich für meine beiden Kater bastelte.

Wer Katzen hat und weder auf plüschige Einrichtung in fragwürdigen Farben steht noch Geld wie Heu hat, kennt das Problem: Kratzbäume sehen hässlich aus und zerstören jede noch so schöne Einrichtung.
Wann immer ich in der Vergangenheit Kratzmöbel kaufte, versuchte ich, sie möglichst farblich passend zu meiner Einrichtung zu kaufen; immerhin sah ich so nicht sofort all die Plüschmonster, die in meiner Wohnung standen.
Trotz dieser Versuche, meine Kratzbäume halbwegs ansehnlich zu gestalten, störten sie mich jahrelang immens; die Katzenhaare sammelten sich immer mehr an, egal, wie oft man saugte, und das Plüschzeug war nicht waschbar – es erinnerte mich immer etwas an diese abgeranzten Plüschstreifenvorhänge in Wohnwagen.

Als ich nun meine neue DIY – Ökoküche bekam, störte mich der Anblick der Kratzbäume noch mehr als vorher; während die Küche schön offen und holzig ist, waren die Kratzbäume einfach nur wuchtig und hässlich.
Die Katzen schienen diese Ansicht zu teilen, denn auf den Kratzbäumen saßen sie höchstens mal, um aus dem Fenster zu schauen; die meiste Zeit verbrachten sie auf dem Teppich und dem Sofa. In seltenen Fällen, wenn Pogo sich zurückziehen wollte, wurde die winzige Kuschelmulde genutzt, die die beiden bereits seit ihrem Einzug vor sechs Jahren kannten – es war das einzige geliebte Katzenmöbelstück, das hier existierte.

Als ich wieder einmal auf dem Sofa saß und verdrossen auf die Kratzungetüme starrte, kam mir eine Idee – vom Küchenumbau waren zwei Obstkisten übrig geblieben, die sich wunderbar als Kratz – und Kuschelmöbel in die Wohnung integrieren lassen würden.
Ich besorgte mir also Sisal, ein wenig Katzenspielzeug und ein ausrangiertes Handtuch und umwickelte Teile der Rückwand einer der Kisten mit dem Sisal. Anschließend befestigte ich eine Spielzeugmaus mit Glocke an einem Stück Sisal und wickelte dieses um eine weitere Strebe der Kiste; noch das gefaltete Handtuch reinlegen und schwupps, so schnell ist eine Kuschelkiste mit Spaßfaktor gebaut!
Die Katzen mochten sie auf Anhieb, also ersetzte ich den ersten kleinen Kratzbaum durch die Kiste und wartete einige Wochen, bis sich die Katzen vollkommen an die Kiste gewöhnt hatten.

 

 

 

Nun ging es den restlichen Kratzbäumen an den Kragen; um genügend Liegefläche zu bieten, ersetzte ich die höhere Ebene des großen Kratzbaums (intelligenterweise habe ich sie vorher nicht fotografiert), die immer als Fensterplatz diente, durch eine Hängematte an der Heizung – sie war den Katern zunächst etwas suspekt, konnte mit ein wenig Katzenminze aber doch noch ihre Herzen gewinnen.

 

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Anschließend gestaltete ich eine reine Kuschelkiste; aus zwei überflüssigen Kissen und aussortieren Kissenbezügen baute ich eine Füllung, die „rein zufällig“ an ein Bett erinnert; die Katzen fanden es sofort super kuschelig und mussten sich gleich mal um den Liegeplatz prügeln.
Die Kiste gehört nun zu ihren neuen Lieblingsplätzen; durch die Abstände zwischen den Brettern können sie ihre Umgebung beobachten, während sie selber nicht sofort entdeckt werden.

 

 

 

Damit auch das Kratzbefürfnis gestillt wird, besorgte ich zwei Kratzteppiche aus Sisal; diese können unauffällig unter Tischen platziert werden und eignen sich für Katzen, die sich gerne am Boden strecken, wunderbar – die alternativ aufgestellte Kratzsäule ignorieren die beiden rigoros; das hatte ich auch nicht anders erwartet, nachdem ich ihr Kratzverhalten nun seit sechs Jahren beobachtet habe.

 

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Mit relativ wenig Aufwand und kaum finanziellem Einsatz konnte ich so den Plüschalbtraum entfernen und dafür Katzenecken schaffen, die unauffällig in die Wohnung integriert sind – jetzt komme ich nicht mehr nach Hause und bin genervt vom Anblick der Katzenmöbel!

Wenn euch eure Kratzmöbel auch so stören und ihr gerne ein wenig Ökostyle in eure Wohnung bringen möchtet, probiert es aus – Obstkisten gibt es für kleines Geld auf Trödelmärkten oder online und wenn man mal in seinen Schränken nachschaut, findet man mehr Kissen, als man denkt.

Trotz all der Bastelei bleibt übrigens der schönste Kuschelplatz offenbar immer noch mein Schoß!

 

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2 Gedanken zu “… Katzenmöbel mal anders?

  1. Hallo 🙂
    das sind ja unglaublich nette Ideen, die du da hast! Und deinen Katzen scheinen sie auch sehr gut zu gefallen 😉
    Ich habe für meine letzten Pflegekatzen Papier gesammelt, das dann zerknüllt und in einem Weidenkorb gegeben. Dann noch ein paar Leckerlis drin versteckt und meine Süßen hatten einfach nur unfassbar viel Spaß damit da drinnen rumzuwühlen und zu spielen.
    Vielleicht ja auch was für deine? 😉
    Liebe Grüße, Ulli

    Gefällt 1 Person

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